Interview Severin Kappeler

Interview mit Data Science Alumni, Severin Kappeler

Interview mit Data Science Alumni, Severin Kappeler

Veröffentlicht am 15-07-2021

Hallo. Kannst du dich kurz vorstellen? Was hast du gemacht, bevor du das Data Science Bootcamp der Propulsion Academy absolviert hast?

"Hallo, mein Name ist Severin. Ich habe Mathematik an der ETH hier in Zürich studiert. Nach dem Studium habe ich vier Jahre lang bei Deloitte im Forensic Technology Team gearbeitet, wo ich vor allem mit juristischen Teams an Untersuchungen beteiligt war, um herauszufinden, was im Wesentlichen die relevanten Stücke aus Textdaten sind. Die gesamte Datenverarbeitungspipeline, von der Beschaffung der Dokumente aus verschiedenen Quellen über die Verarbeitung bis hin zur Ermittlung der relevanten Teile in einer Untersuchung, war meine Hauptaufgabe."
 

Warum wolltest du in das Feld der Data Science einsteigen?

"Die Art und Weise, wie man sich den relevanten Teilen dieser Steuerdaten näherte, war durch manuelles Lesen, und du kannst dir vorstellen, dass diese Überprüfungen meist von Anwälten, juristischen Fachleuten, durchgeführt wurden, die sehr teuer sind. Ich dachte, es muss eine bessere Möglichkeit geben, wichtige Textpassagen zu finden, als sich durch mehrere Seiten zu lesen. Das war der Zeitpunkt, an dem ich anfing, mich mit Data Science zu beschäftigen, weil es für mich eine logische Problemlösungstechnologie war. Ich habe meine Leidenschaft für Data Science und insbesondere für Textanalysen und NLP (Natural Language Processing) des maschinellen Lernens entdeckt."
 

Wie war deine Erfahrungen bei Propulsion Academy?

"Der Unterricht bei Propulsion ist im Gegensatz zu vielen Universitäten, die auch Data Science-Programme anbieten, sehr anwendungsorientiert und man bekommt viele Möglichkeiten, das Gelernte anzuwenden (z.B. in Form von Gruppenaufgaben). Besonders erwähnenswert ist das Capstone-Projekt am Ende des Programms. Das war ein überzeugendes Argument für die Wahl von Propulsion. Um den Alltag an der Propulsion Academy zusammenzufassen: Morgens lernt man verschiedene Prinzipien und Technologien theoretisch kennen, wobei man Vorträge von Tutoren und Gastrednern hat. Nach dem Mittagessen hat man Gruppenaufgaben, bei denen man alles Gelernte umsetzt und die Programmierung selbst vornimmt. Die Klassengrösse beträgt etwa 12 bis 15 Personen. Ich fand das wirklich toll, um effizient zu lernen."
 

Was hat dir am Data Science Bootcamp besonders gut gefallen?

"Das Bootcamp war eine absolut tolle und einzigartige Erfahrung. Die drei Monate waren super intensiv und ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, in so kurzer Zeit so viel zu lernen. Es gibt zwei Dinge, die ich wirklich hervorheben möchte: Das eine ist, dass man Data Science meiner Meinung nach nicht alleine lernen kann. Man muss ein gutes Team haben, das einen unterstützt: Zum einen sind die Dozenten wirklich tolle und motivierte Leute, zum anderen aber auch die Studenten. Ich denke, das ist ein Kontrast zu Online-Tutorials und -Programmen. Man ist auf dieser Lernreise mit all diesen Leuten, die ihren Karriereweg ändern wollen und super motiviert sind. Von der ersten Minute an, als ich das Klassenzimmer betrat, spürte ich dieses energiegeladene Publikum. Das ist der eine Aspekt. Der andere, der mich wirklich überrascht hat, ist der Branchenfokus. Propulsion bringt dich mit verschiedenen Unternehmen in Kontakt und versucht auch, dir später im Interviewprozess zu helfen. Es ist nicht so, dass Propulsion einem einfach ein glänzendes Diplom ausstellt und man danach allein gelassen wird. Propulsion begleitet dich wirklich auf dem Weg in die Industrie und hilft, das neu erlernte Wissen anzuwenden."
 

Kannst du ein paar Details zu deinem Capstone-Projekt erzählen?

"Das Capstone-Projekt war einer der Hauptvorteile meiner Propulsion-Erfahrung. Als ich bei Deloitte gearbeitet habe, hatte ich die Idee, ein Tool zu entwickeln, das in der Lage ist, Textstücke in einem grossen Korpus von Dokumenten zu finden, die irgendwie auf die Suche reagieren. Zusammen mit zwei meiner Klassenkameraden haben wir ein Tool gebaut, das einen integrierten, autonomen Textmarker hat. Abhängig vom Feedback und der Interaktion mit dem Tool wird der Textmarker immer schlauer, indem er lernt, wonach der Nutzer sucht, und beginnt, diese Abschnitte für ihn hervorzuheben."
 

Was wäre dein Rat für Leute, die darüber nachdenken, an einem Data Science-Programm teilzunehmen?

"Mein Rat für Leute, die sich überlegen, ihren Karriereweg zu ändern, indem sie ein Bootcamp machen, ist: Wenn du dich für Data Science interessierst, ist es, zumindest aus meiner Erfahrung, etwas, das du lernen musst, indem du es tust und dabei so viel Code schreibst, wie du kannst. Es gibt nur wenige Orte, an denen man das tatsächlich lernen kann, und Propulsion ist definitiv einer davon."
 

Vielen Dank, Severin. Wir wünschen dir alles Gute für deine weitere Karriere.

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